Diabetikervereinigung Heilbronn

gemeinsam sind wir stark!


Teenager und junge Erwachsene

 

Als Jugendliche/r mit Typ-1-Diabetes wirkst du im Kreise deiner Freunde anfänglich als etwas „Besonderes”. Die Krankheit ist 24 Stunden präsent.  In deinem Alltag dreht sich vieles um die chronische Erkrankung. Du kannst nicht unüberlegt essen, feiern, in der Disco tanzen oder Sport treiben. Der Blutzucker will regelmäßig gemessen sein und Insulin muss gespritzt werden. 

Als Typ-2-Diabetiker kann es schon sein, dass du Übergewicht hast und du mit Abnehmen beschäftigt bist. 

Bis du das alles im Griff hast, kann es auch mal sein, dass du als Diabetiker mit Typ-1 wegen Unterzuckerung umkippst. Also ist es wichtig, dein nahes Umfeld über Auswirkungen von Unterzuckerung zu informieren. Doch, wenn die Erkrankung gut behandelt wird, hast du bei Sex, Sport und weiteren schönen Dingen des Lebens keine Probleme.

Ob eine Diabetestherapie erfolgreich ist, hängt entscheidend davon ab, ob es Dir/Ihnen gelingt den Diabetes frühzeitig zu akzeptieren und sich im Alltag ausreichend darum zu kümmern. Ein unterstützendes, soziales Umfeld ist sehr hilfreich. Es hilft eher den Diabetes so zu leben, dass sich Folgeschäden hinausschieben, evtl. sogar verhindern lassen.

Diabetes? Na und!

Der Anfang ist der wichtigste Teil der Arbeit (Plato). Diabetes ist eine chronische Erkrankung, die Sie ein Leben lang, 24 Stunden am Tag begleitet, aber auch nicht ansteckend ist. Sie können selbst am Meisten dafür tun, dass Sie lange ein angenehmes Leben führen. Sport, die richtige Ernährung und Akzeptanz der Krankheit helfen dabei.

Diabetes und Beruf

Kann ich als Diabetiker alle Berufe ausüben oder bin ich stark eingeschränkt in der Berufswahl? Bin ich verpflichtet, meinen Diabetes oder meine Schwerbehinderung meinem Arbeitgeber zu melden? Wie soll ich mich gegenüber meinen Kollegen verhalten? All diese und weitere Fragen wirft das Thema Diabetes im Beruf auf.

Erst einmal gilt, dass Sie wie Stoffwechselgesunde auch, Ihren Beruf nach Fähigkeiten, Interessen, Begabung und Ausbildung wählen sollten. Ihnen stehen trotz des Diabetes annähernd alle Berufsmöglichkeiten offen. Berufe wie Dachdecker, Gerüstbauer oder Tätigkeiten an gefährlichen Maschinen können im Falle einer Hypoglykämie Gefahren mit sich bringen. Allerdings ist jeder Arbeitsplatz sicher auszugestalten (beispielsweise mit Absturzsicherung), gleichgültig, ob Sie Diabetiker sind oder nicht.

Berufe wie Busfahrer, Zugführer, Pilot (Berufe, die Personenbeförderung vorsehen) können jedoch, besonders im Falle einer Hypoglykämie, nicht nur zu Eigen- sondern auch zur Fremdgefährdung führen. Der Erwerb der Fahrerlaubnis als Busfahrer, Zugführer oder Pilot wird allerdings selten ohne ein ärztliches Gutachten gelingen.

Generell sind Sie nicht verpflichtet, den Diabetes, andere chronische Krankheiten oder Schwangerschaften Ihrem Arbeitgeber zu melden, weder, wenn Sie ein neues Arbeitsverhältnis eingehen, noch bei einem bereits bestehenden Arbeitsverhältnis. Haben Sie jedoch einen Schwerbehindertenausweis, so müssen Sie diesen Ihrem Arbeitgeber dann vorlegen, wenn Sie von Ihren Rechten eines Schwerbehinderten auch Gebrauch machen möchten.

Der offene Umgang erleichtert Ihnen eventuell, Diabetes und Beruf besser vereinbaren zu können. Ihnen kann im Falle einer Akutkomplikation, wie einer Hypoglykämie, schneller geholfen werden. Entscheiden Sie individuell, aus eigener Berufssituation heraus, ob Sie Ihren Diabetes offen darlegen oder nicht.